Die Lewitz
Der Name Lewitz leitet sich ab aus dem wendischen „Lowit" gleich Sammel-/ Jagdgebiet.
Die ursprünglich 15.000 ha umfassende Lewitz, entstanden vor 5000 Jahren in der Nacheiszeit, wurde im geschichtlichen Verlauf Eigentum des Großherzogs von Mecklenburg und blieb Jahrhunderte lang eine sumpfige Bruch- und Niedermoorlandschaft mit reichem Wildbestand und großen Holzvorkommen.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden mit Hilfe umfassender, moderner, großflächiger Meliorationsmaßnahmen seitens des Staates ca. 7.300 ha ödlandähnlicher Grünflächen schließlich zu intensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden.
Das Volkseigene Gut trägt den Namen „Lewitz" seit dem 7. Februar 1959 und entwickelte sich zu einem leistungsstarken, bekannten Rinderstammzuchtbetrieb, in welchem 15.000 Rinder der Rasse Schwarzbuntes Milchrind gehalten wurden.
In den Stallungen und auf den Weiden des heutigen Gestüt Lewitz standen bis zur Wende 5.000 Jungrinder, deren Qualität und Gesundheit bei in- und ausländischen Käufern gleichermaßen geschätzt waren.
1972 schloß sich eine Interessengemeinschaft zur Züchtung eines Ponys mit guten Reiteigenschaften für Kinder und Jugendliche zusammen, die Geburtsstunde des Lewitzschecken.
1993 wurden die Lewitzschecken, mit dem Zuchtziel der weiteren Festigung der Reit- und Fahreigenschaften, als eigenständige Rasse bundesweit anerkannt.
Im Oktober 1993 übernahm Paul Schockemöhle das ehemalige Volkseigene Gut und machte es zu Europas größter Warmblutzuchtstätte, dem Gestüt Lewitz.



